EHEMALIGE ANKER-EXPEDITHALLE

Die neue unkonventionelle Kulturlocation in Wien

1912 errichtet, galt sie damals als einer der größten säulenfreien Räume Europas. Die tragende Deckenkonstruktion mit den filigranen Brückentragwerken von über 40 m Spannweite ist eine technische Meisterleistung der in der Monarchie berühmten Stahlbaufirma Ignaz Gridl & Söhne (die u.a. auch am Bau der meisten Ringstraßenbauten beteiligt war) und macht auch heute noch den einzigartigen Raumeindruck der Expedithalle aus.

Brot & Kultur

Seit einigen Jahren erlebt die ehemalige Anker-Expedithalle eine Renaissance: Dort wo vor 100 Jahren Pferdefuhrwerke ein- und ausfuhren, um Wien mit Brot zu versorgen, hat sich seit 2009 eine spannende dezentrale Kultur- und Veranstaltungslocation entwickelt. Seither waren unter anderem Produktionen von Sirene Operntheater, der Neuen Oper Wien, Claudia Bosses theatercombinat, der Salon 5 oder die Wiener Festwochen zu Gast, aber auch Ausstellungen wie Normalzeit – 20 Jahre Lichterloh, Vienna Bording von Hannes Mlenek, "Catrina" von Enrique Fuentes (Vienna Art Week) und ausgewählte Events wie der mobilkom future talk 09 oder die Präsentation des Kapsch-Kunstkalenders 2012, der Designmarkt Edelstoff, das Craft Bier Fest Wien und der Mondscheinbazar. Die Loft City GmbH & Co KG ermöglichte von 2009 bis Ende 2015 auf private Initiative hin Kunstschaffenden im Rahmen eines Kunstförderprogrammes die Expedithalle zu sehr günstigen Konditionen für ihre Produktionen zu nutzen.

Die spannende Unternehmensgeschichte der Ankerbrot AG und die aktuellen Entwicklungen auf dem Fabriksgelände sind übrigens in dem im Brandstätter-Verlag erschienenen Buch Ankerbrot – Die Geschichte einer großen Bäckerei nachzulesen, das im Oktober 2011 anläßlich des 120-jährigen Firmenjubiläums der Ankerbrot AG in der Expedithalle präsentiert wurde.